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Heiter bis wolkig, Festplatten in der Cloud. Heute: Google Drive

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Der Markt der Cloud-basierten Festplatten hat die letzte Woche direkt 2 neue Platzhirsche bekommen. Bzw. nur einen neuen namens Google Drive und der Rehbock namens Skydrive hat ein paar Ender zugelegt in Form von neuen Clients und mehr Speicherplatz (für Bestandsuser).

Aber warum soll Google Drive oder SkyDrive soviel besser sein als Dropbox, Wuala oder Sugarsync? Bei Google wurde wie immer viel Tam-Tam gemacht und auch relativ schnell ein Livegang angestrebt, aber wie im Terrashop Blog schon zu lesen ist, kein wirklicher Brüller zum Start. Aber woran liegt?

Zum Start bekommt man von Google Drive schmale 5GB kostenlosen Speicher. Bei Dropbox gibts zwar nur 2GB, aber mit ein paar überzeugten Freunden, geht es schnell auf 18GB rauf. SkyDrive von Microsoft bietet 7GB, wenn man schon ein altes Windows Live Konto hat, kann man noch fix auf 25GB upgraden. Also hier punktet Google nicht wirklich.

Wie schauts bei den Clients aus? Windows, OSX, Android. Das wars. Mau… auch wenn manche das nicht wahr haben wollen, es gibt noch Linux und Windows Phone und hier und da ein Blackberry… achja, einen IOS Client gibts auch noch nicht. Guter Start? Wohl kaum!

Aber was genau, will uns Google zeigen, was andere nicht können? Gibts da was? Ja, da gibts wirklich was.

„Drive ist als offene Plattform konzipiert. Daher arbeiten wir auch mit zahlreichen externen App-Entwicklern zusammen, sodass ihr direkt mit Drive beispielsweise auch Faxe verschicken, Videos bearbeiten oder Website-Entwürfe erstellen könnt“, so das Google Produktblog.

Auch die gute Integration mit Google Docs bietet aktiven Nutzern gute Möglichkeiten, ihre Dokumente direkt im Browser zu bearbeiten. Das sollte man aber nur machen, wenn man wenig Wert auf Microsoft Office Dokumente legt, so richtig kompatibel ist das ganze noch immer nicht. Aber ein guter Ansatzpunkt.

Und die wohl größte Neuerung ist ist die Texterkennung, die Google über die Dokumente schickt, somit könnt ihr Bilder nach Text durchsuchen. Abgefahren 🙂

Gibts auch einen Haken? Naja, wie immer bei so Sachen, die Nutzungsbedingungen. Wie auf entwickler.com zu lesen ist, heißt es in den Original Nutzungsbedingungen:

When you upload or otherwise submit content to our Services, you give Google (and those we work with) a worldwide license to use, host, store, reproduce, modify, create derivative works (such as those resulting from translations, adaptations or other changes we make so that your content works better with our Services), communicate, publish, publicly perform, publicly display and distribute such content.
Google räumte ein, das diese Bedingungen ausschließlich für die Verbesserung des Services geschaffen wurden und sich jederzeit ändern können.
[…] the limited purpose of operating, promoting, and improving our Services, and to develop new ones, […]

Es gibt zwar für die deutsche Version eine Extra Fassung, aber der fade Beigeschmack bleibt schon irgendwie. Oder?

Und wie schauts preislich aus? Schließlich lebt so ein Dienst ja von den Nutzern, die zahlen 🙂 So jemand wie ich, der auf seiner Drobox Cloud schon schlappe 89GB liegen hat.

Die Preisliste bei Google Drive sieht wie folgt aus.

Speicherplatz Monatlicher Preis
25 GB 2,49 USD
100 GB 4,99 USD
200 GB 9,99 USD
400 GB 19,99 USD
1 TB 49,99 USD
2 TB 99,99 USD
4 TB 199,99 USD
8 TB 399,99 USD
16 TB 799,99 USD

Zum Vergleich: 100GB bei Dropbox gibts für $199 Dollar also knapp $8,30 / Monat. Was deutlich teurer als Google Drive ist. Aber Microsoft hauts einfach raus mit 100GB für 37 Euro im Jahr. Fast geschenkt 🙂

Fazit von mir: Google Drive hat viel angekündigt und auch bissel was präsentiert, aber um Dropbox anzugreifen wird es schwerlich reichen, auch wenn der Preis im Vergleich sehr gut ist. Der Markt schläft nicht und allein die schmale Endgeräte Unterstützung (kein iOS derzeit und kein Windows Phone) stellt ein großes Minus dar.

Lassen wir uns überraschen, was am Ende bei rauskommt. Und Microsoft? Das gibts im nächsten Beitrag.

In diesem Sinne: Cloudy Days.

Ein Kommentar

  1. Pingback: up to the sky(drive)… Microsofts Cloud Speicher unter der Lupe | Kalandro Solutions Blog

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